Trotz Derby-Sieg am letzten Spieltag steigen 1. Herren in die Oberliga ab

Hockey-Herren verpassen den Klassenerhalt in der Halle – und wollen unbedingt zurück in die Regionalliga (Artikel im Weser-Stadtteil-Kurier vom 23.02.2026):

Es sollte einfach nicht sein: Lediglich drei Siege und ein Unentschieden in 14 Saisonspielen sowie gerade einmal 76 erzielte Tore waren für den Club zur Vahr am Ende nicht genug, um die Hallensaison in der Hockey-Regionalliga Nord mit dem Klassenerhalt zu beenden. Auch der überraschende 4:3 (3:1)-Auswärtssieg am finalen Spieltag im Stadtderby beim Bremer HC reichte für den Aufsteiger letztlich nicht aus, um das angestrebte Saisonziel doch noch zu erreichen. „Wir haben es in der Hinrunde leider nicht rechtzeitig hinbekommen, uns an die neuen Umstände zu gewöhnen“, bilanzierte CzV-Spielführer Ben Bruns, „der Unterschied zwischen Oberliga und Regionalliga ist schon enorm und uns fehlten einfach Spieler, die diese Erfahrung schon einmal gemacht haben.“

Dennoch sei es trotz aller Enttäuschung ein versöhnlicher Abschluss gewesen, versicherte Bruns, dem im Stadtderby der Siegtreffer gelungen war. „Wir hatten uns vor diesem Spiel drei Dinge ganz fest vorgenommen“, berichtete der Mannschaftskapitän der Grün-Schwarzen, dessen Siegtreffer mit dazu beigetragen hatte, diese letzten Ziele tatsächlich noch zu erreichen. „Wir wollten unter keinen Umständen als Tabellenletzter absteigen“, führte er aus, „außerdem wollten wir dem BHC die Aufstiegsfeier vermiesen, und wir wollten uns unbedingt mit einem Sieg verabschieden.“

Schon vor Spielbeginn war die Zuversicht beim CzV groß gewesen, auch das zweite Stadtderby der Saison für sich entscheiden zu können. Im Hinspiel hatte die Mannschaft vor eigenem Publikum bereits ebenfalls mit 4:3 gewonnen. Der zu Saisonbeginn neu verpflichtete CzV-Trainer Michael Willemsen hatte laut Bruns erheblichen Anteil daran, auch die zweite Begegnung für sich zu entscheiden. „Wir alle sind Willi sehr dankbar“, sagte Bruns, „er hat uns sehr viel beigebracht und uns in jedem Spiel auch immer wieder gut auf den jeweiligen Gegner eingestellt.“ Allerdings habe es in zu vielen Spielen sowohl offensiv als auch defensiv nicht gereicht, mit den Gegnern mitzuhalten, räumte er ein. „Das höhere Tempo und die größere Körperlichkeit im Vergleich zur Oberliga konnten wir leider nur zu selten mitgehen“, sagte der Kapitän, „und das hat am Ende eben den Ausschlag für den Abstieg gegeben.“

Bevor es für den Club zur Vahr Mitte April auf dem Feld in die Rückrunde geht, werde sich die Mannschaft „einmal kräftig durchschütteln und mit vollem Elan an den Start gehen“, sagte Ben Bruns. „Auf dem Feld wollen wir das Ziel Klassenerhalt natürlich unbedingt erreichen“, erklärte er, „die Mannschaft bleibt in großen Teilen so zusammen und alle haben den unbedingten Ehrgeiz, zu beweisen, dass wir dort mithalten können.“ Wie es anschließend in der neuen Hallensaison in der Oberliga weitergehe, stehe allerdings noch in den Sternen. „Darüber machen wir uns jetzt noch überhaupt keine Gedanken“, sagte Ben Bruns, wohl wissend, dass bis zum September noch einiges passieren kann. „Ein paar Spieler hören vielleicht auf, weil sie sich beruflich neu orientieren oder Bremen wegen eines Studiums verlassen. Andere Spieler kommen möglicherweise neu hinzu, sodass man jetzt noch gar nicht weiß, wie der Kader letztlich aussieht.“ Eines stehe allerdings jetzt bereits fest, versicherte der CzV-Kapitän: „Egal, welches Gesicht die Mannschaft vor der nächsten Hallensaison hat, wir wollen in jedem Fall wieder zurück in die Regionalliga“, verdeutlichte er, „nur das kann und muss unser gemeinsames Ziel sein.“

Von Christian Markwort